Durch Wiesen, Felder und bunte Mischwälder streifend entwickelte Anandini als noch junges Mädchen ein tiefes und inniges Verhältnis zur Natur, deren Farben und Klängen.

Wann immer sie sang, sah sie Farben und zugehörige Strukturen, die immer gleich aussahen. Sogar beim Musikhören: Töne, Klänge und Geräusche hatten Farben! Während einiger Schauspiel- und Chorauftritte (Staatstheater Darmstadt u.a.) verliebte sich die 10-jährige Anandini in die Klarinette. Das vor allem aus Holz bestehende Instrument schien alles zu vereinen: Natur, Klang und viele bunte Farben. "Mehr brauche ich nicht zum Glücklichsein."

 

Anandinis Beziehung zur Musik entfaltete sich insbesondere als sie von der Klarinettistin Irith Gabriely hörte. Sie kaufte sich ihre Kassetten und lauschte dem Klang des jiddischen Klezmer (traditionelle Musik osteuropäischer Juden), durch den zugleich so viel Freude und Melancholie dringt. Diese Musik hatte ein ganz besonderes Merkmal: "Endlich hatte die Musik geleuchtet - und zwar wie hellgelb strahlende Wolkenschleier vor weißem Nebel. Das war ein wahnsinnig augenöffnendes Erlebnis." Auf der Suche nach diesem Gefühl und dieser visuellen Struktur zog es Anandini zu ersten CD-Aufnahmen und weiteren Musikprojekten in den Bereichen Klassik, Worldmusic und Jazz. Als Studentin der Musik nahm Anandini später bei der bezaubernden Klarinettistin Gabriely, deren Kassetten sie bis dahin 'rauf und 'runter gehört hatte, professionellen Unterricht, besuchte nach dem Studium die Masterclass von Giora Feidman und feierte ihren eigenen 500. Bühnenauftritt mit der Klezmerformation Bakad Kapelye.

 

 

Als examinierte Musikpädagogin und Mathematiklehrerin unterrichtete Anandini in Schulklassen, wechselte dann aber die Branche und wurde Projektmanagerin in einer Werbeagentur. "Es gab so viele Möglichkeiten, ich wollte sie einfach alle ausprobieren." Einige Berufserfahrungen reicher, entschied sich Anandini, die Ausbildung zur Yogalehrerin (YV) zu absolvieren. "Die Ausbildung hat mich in Null-Komma-Nichts wieder zu meinem wahren Selbst geführt." Während sie glücklich über diese Wendung anschließend drei Monate im Yoga Vidya-Ashram Bad Meinberg lebte, weitete sich dieses hellgelb leuchtende Gefühl auf immer mehr Lebensbereiche aus. Sie tauchte in die Bhakti-Welt ein, die Welt der Hingabe, des Yoga, der Meditation, des Friedens und der Stille und teilt dies seitdem mit vielen anderen Kirtanmusikern und Yogis. "Ich bin so tief dankbar für all die tollen Begegnungen in meinem bisherigen Leben."

 

 

Noch heute ist sie am liebsten draußen in den Bergen, an Seen oder Quellen, in der Wüste oder am Meer - überall dort, wo die Essenz des Seins spürbar ist: "Hier tanke ich wie bei einer Meditation Kraft und finde Regeneration. Am schönsten ist es, wenn sich alles vereinen lässt: Musik in der Natur, die innere Natur im Yoga und Yoga in der Musik."

 

Von Mai 2014 bis Juli 2015 war sie während der vollständigen Tour von THE LOVE KEYS zu hören.

 

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© Anandini M. K. Einsiedel